Tools
Einloggen
  1. Home
  2. Blog
  3. Der Bildungsblog
  4. 6 Herausforderungen des Fernunterrichts und wie Lehrer sie bewältigen können
Untitled design (14)

6 Herausforderungen des Fernunterrichts und wie Lehrer sie bewältigen können

von Jennifer Rees

Du kannst diesen Artikel auch auf Englisch, Spanisch und Italienisch lesen.

Wir sprechen über einige der Herausforderungen des Fernunterrichts und wie sie von Lehrern bewältigt werden können.

Lehrer waren schon in der traditionellen Unterrichtsumgebung mit vielen Herausforderungen konfrontiert, aber der Übergang zum Onlineunterricht hat noch mehr Herausforderungen mit sich gebracht. Hier haben wir einige der besonderen Herausforderungen des Onlineunterrichts aufgelistet und was Lehrer tun können, um ihnen zu begegnen.

Eingeschränkte menschliche Verbindungen

Das Klassenzimmer ist seit Jahrhunderten ein Ort der tiefen menschlichen Verbindung zwischen Lehrern und Schülern, mit Raum für spontane Interaktionen, interaktives Lernen und persönlichen Austausch über das Leben zu Hause und in der Familie. Diese Mikro-Interaktionen sind im Onlineunterricht stark eingeschränkt: eine tiefere Verbindung mit den Schülern herzustellen ist für Lehrer wirklich schwierig geworden.

Was Lehrer tun können: Obwohl es mehr Zeit und emotionalen Aufwand erfordert, können Lehrer, die den persönlichen Kontakt und die Verbindung zu den Schülern aufbauen wollen, während des Online-Unterrichts auf ihre Körpersprache und Signale achten. Außerdem können sie im Laufe des Monats Einzelgespräche mit jedem Schüler vereinbaren, damit sie direkt mit ihnen in Kontakt treten können.

Körpersprache ist stummgeschaltet

Auch wenn Online-Lernumgebungen sehr erfolgreich sein können, können subtilere Hinweise der Kommunikation, wie Mimik, Körpersprache und Tonfall, im Online-Unterricht verloren gehen.

Was Lehrer tun können: Ohne ihre Identität oder ihren Unterrichtsstil ändern zu müssen, können Lehrer mehr Wert auf bestimmte Formen der Kommunikation legen und, wenn es wichtig ist, vielleicht sogar auf ein bestimmtes Thema zurückkommen, um zu betonen, warum sie es für wichtig halten. Mehr zu kommunizieren als üblich ist bei Onlineunterricht unerlässlich, aber für Lehrer ist es auch wichtig, die richtige Balance zu finden, um sich nicht zu oft zu wiederholen oder die Schüler zu langweilen.

Autorität, die mit Anwesenheit einhergeht

Die Struktur des Online-Klassenzimmers kann in vielerlei Hinsicht ein bedeutender Gleichmacher sein. Trotzdem ist es möglich, dass der Lehrer das Gefühl hat, weniger Autorität zu haben und die Kontrolle über die eigene Klasse zu verlieren, weil die physische Präsenz und Nähe fehlt.

Was Lehrer tun können: Lehrer können klare Regeln, Erwartungen und Grenzen für das Online-Klassenzimmer aufstellen und diese den Schülern vermitteln, nicht nur einmal, sondern kontinuierlich. Es ist auch wichtig, den Fokus und die Aufmerksamkeit der Schüler aufrechtzuerhalten.

Der Umgang mit Software für den Onlineunterricht

Während digitale Werkzeuge und Software im traditionellen Klassenzimmer immer beliebter wurden, hat die schnelle Verlagerung zum Fernunterricht dazu geführt, dass Lehrer und Schüler neue digitale Technologien schneller annehmen mussten, als sie vielleicht geplant hatten. Lehrer haben die zusätzliche Verantwortung, nicht nur sicherzustellen, dass sie selbst jede neue Software im Griff haben, sondern auch, dass ihre Schüler mit den Tools umgehen können.

Was Lehrer tun können: Um Hilfe bitten und Hilfe anbieten. Bei der Implementierung neuer Software für das Fernlernen können und sollten Lehrer die Schulverwaltung oder die IT-Abteilung um Hilfe bitten, um eine reibungslose Installation und Einarbeitung für Lehrer und Schüler zu gewährleisten. Es ist auch wichtig, dass die Lehrer von Zeit zu Zeit bei den Schülern nachfragen, um sicherzustellen, dass sie alles haben, was sie brauchen, um mit den neuen Tools zu arbeiten.

Weniger Kontakt mit Kollegen

Lehrer lernen so viel voneinander und fühlen sich in einem gemeinschaftlichen Umfeld wohl, in dem es viele Gelegenheiten gibt, sich täglich zu treffen. Onlineunterricht hat diese Dynamik verändert und kann dazu führen, dass sich Lehrer alleine, ausgebrannt und isoliert fühlen.

Was Lehrer tun können: Nichts kann die spontane persönliche Interaktion vollständig ersetzen, aber Video- und Telefonkonferenzen können sicherlich helfen.

Zurückgelassene Schüler

Ein emotional herausfordernder Aspekt des Lehrerdaseins ist es, Schüler zu haben, die sich in der Klasse schwertun oder wenig bis keinen Zugang zu grundlegenden Ressourcen oder Unterstützung zu Hause haben. Das digitale Klassenzimmer hat dies noch schwieriger gemacht, weil es eine Menge spontaner Kontakte eliminiert, die Lehrern helfen könnten, ihre Schüler zu unterstützen, wenn sie es brauchen.

Was Lehrer tun können: Behalte deine Schüler genau im Auge und achte auf Hinweise, die darauf hindeuten, dass sie in der Klasse oder zu Hause Probleme haben. Führe regelmäßige Einzelgespräche mit ihnen und schaffe einen sicheren Raum für sie, um ihre Gefühle zu teilen oder um Hilfe zu bitten.

Auch wenn der Onlineunterricht wahrscheinlich nicht ewig andauern wird, ist es wichtig, dass Schüler und Lehrer in Kontakt bleiben, nicht nur um mit dem Unterricht Schritt zu halten, sondern auch um die psychische Gesundheit während dieser herausfordernden Zeit zu erhalten und zu fördern. Spontane Interaktionen sind zwar eingeschränkt, aber Lehrer haben mit ein wenig Überlegung, Planung und Bewusstsein immer noch die Möglichkeit, einander und ihren Schülern zu helfen, sich gesehen, gehört und umsorgt zu fühlen.

Übersetzt und ins Deutsche adaptiert von Anna

Jennifer Rees
Jennifer Rees
UX Autorin