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Wie man eine Follow-Up E-Mail nach einem Vorstellungsgespräch sendet

von Hung Nguyen

Du kannst diesen Artikel auch auf Englisch, Spanisch, Französisch, Indonesisch und Italienisch lesen.

Es mag das 21. Jahrhundert sein, aber Zeit für Höflichkeit muss sein, wenn es darum geht, eine E-Mail nach einem Vorstellungsgespräch zu senden.

Es gibt nicht viele Aspekte des Lebens, die nicht irgendwie von der Technologie und der digitalen Revolution beeinflusst wurden. Das macht die menschliche Note, das sorgfältige Timing und die Rücksichtnahme zu umso wichtigeren Werkzeugen, um mit deinem zukünftigen Arbeitgeber in Kontakt zu treten. Das Versenden einer Nachfass- oder Follow-Up-E-Mail nach einem Vorstellungsgespräch ist ein schneller und einfacher Weg, um sich von der Masse abzuheben und einen bleibenden Eindruck bei deinem Gesprächspartner zu hinterlassen.

Warum du nach einem Vorstellungsgespräch eine Follow-Up E-Mail senden solltest

 

Eine kurze Dankes-E-Mail an den Personalverantwortlichen nach deinem Vorstellungsgespräch zu schicken, mag selbstverständlich erscheinen, aber wusstest du, dass mehr als die Hälfte aller Bewerber das nicht tun? Das bedeutet, dass allein das Versenden dieser Follow-Up-E-Mail dich in die obere Hälfte der Liste von Recruitern bringt, für die Dankes-E-Mails nach dem Vorstellungsgespräch eine Menge Bedeutung haben. Sie wirken sich nicht nur darauf aus, welche Kandidaten im Rennen bleiben, sondern beeinflussen auch ihre endgültige Entscheidung.

Es ist auch wichtig, langfristig zu denken, wenn du eine E-Mail nach einem Vorstellungsgespräch versendest. Selbst wenn du das Gefühl hast, dass dein Vorstellungsgespräch nicht gut gelaufen ist, ist eine Follow-Up-E-Mail eine letzte Chance, dich zu zeigen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Es wird sich vielleicht nie im wörtlichen Sinne auszahlen, aber es ist ein guter Weg, um Charakter zu zeigen und eine Verbindung zu einem Personalverantwortlichen aufzubauen, der sich vielleicht in der Zukunft wegen einer freien Stelle melden wird.

Einfach ausgedrückt: Eine Dankesmail nach einem Vorstellungsgespräch zeigt gute Manieren, fasst deine Erfahrung mit dem Vorstellungsgespräch ordentlich zusammen und ist, wenn sie gut formuliert ist, eine echte Chance für dich, dich bei potenziellen Arbeitgebern ein letztes Mal in den Vordergrund zu rücken.

Wie lange nach dem Vorstellungsgespräch solltest warten?

 

Wenn du dich nur für eine Minute in die Lage des Personalchefs versetzen würdest, wüsstest du, wie beschäftigt er ist und wie viele Leute er jeden Tag sieht und interviewt. Die Lektion, die wir daraus ziehen können, ist, wie wichtig es ist, etwas zu unternehmen, um ihren Eindruck von dir zu festigen und nicht in einem Meer von anderen Bewerbern, die sich um dieselbe Stelle bewerben, verloren zu gehen.

Wie, fragst du?

 

Timing. Wenn es um Erinnerungen, Eindrücke und sehr beschäftigte Menschen geht, ist das Timing entweder auf deiner Seite oder nicht. Das Tolle daran ist, dass du entscheiden kannst, ob du das Timing zu deinem Vorteil nutzt. Die goldene Regel für das Versenden einer Follow-Up-E-Mail nach einem Vorstellungsgespräch ist: Warte nicht länger als 24 Stunden. Versuche, deine E-Mail am Tag deines Vorstellungsgesprächs zu verschicken, aber ärgere dich nicht, wenn das nicht möglich ist. Du hast ein Vorstellungsgespräch an einem Freitag? Eine Follow-Up-E-Mail, die am darauffolgenden Montag verschickt wird, reicht völlig aus.

Was deine Follow-Up E-Mail NICHT enthalten sollte

 

Eine Dankes-E-Mail nach einem Vorstellungsgespräch zu schicken ist eine gute Möglichkeit, einen guten Eindruck zu hinterlassen, aber Vorsicht! Es gibt ein paar unangenehme Dinge, die deine Bemühungen, deinen Traumjob zu bekommen, zunichtemachen könnten, wie Rechtschreib- und Grammatikfehler, sich für etwas zu entschuldigen, das während des Vorstellungsgesprächs passiert ist, einen fragwürdigen alten E-Mail-Account aus deinem früheren Leben als hotguy123@gmail.de zu verwenden, Slang zu benutzen oder Witze zu machen, oder in die Falle zu tappen, Spam-Trigger zu verwenden.

1. Rechtschreib- und Grammatikfehler

Eine Dankesmail nach einem Vorstellungsgespräch sendet die richtige Botschaft. Füge ein paar Rechtschreib- und Grammatikfehler hinzu und deine Follow-Up -E-Mail wird zu einem bleibenden Zeugnis der Tatsache, dass du, um es mit den Worten von Derek Zoolander zu sagen, „nicht gut lesen kannst“, dass du es eilig hattest, als du sie geschrieben hast, oder dass du dir nicht die Zeit genommen hast, deine(n) Fehler zu korrigieren, bevor du sie abgeschickt hast.

Atme durch, nimm dir Zeit beim Schreiben deiner Follow-Up -E-Mail und überprüfe sie mehrmals, bevor du sie abschickst. Noch besser ist es, wenn du einen Freund oder ein Familienmitglied bittest, sie noch einmal durchzusehen!

2. Unnötige Entschuldigungen

Wenn du nicht gerade eine abscheuliche Tat begangen hast (in diesem Fall wird das Versenden einer Follow-Up-E-Mail nicht auf deiner Prioritätenliste stehen), wird eine Entschuldigung nur dazu dienen, deinen Gesprächspartner an das unangenehme Ereignis zu erinnern und könnte ihm zeigen, dass du dich um Kleinigkeiten kümmerst. Lass also lieber die Entschuldigungen weg und wenn du dich wirklich gezwungen fühlst, auf eine peinliche oder unangenehme Erfahrung aus deinem Vorstellungsgespräch zurückzugreifen, zeige Dankbarkeit statt Reue.

Beispiel:

Entschuldigung: Es tut mir so leid, dass ich während des Interviews so viel geredet habe. Dankbarkeit: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mit mir zu reden.

3. Benutze eine persönliche, aber professionelle Email-Adresse

Schicke niemals Bewerbungen oder Follow-Up-E-Mails zu Vorstellungsgesprächen von einem beruflichen E-Mail-Konto aus. Dies signalisiert dem Personalverantwortlichen nicht nur, dass du deinen aktuellen Arbeitgeber nicht respektierst, sondern auch, dass du keine Skrupel hast, während deiner Arbeitszeit private Aufgaben zu erledigen. Sollten diese E-Mails von deinem Chef eingesehen werden, könnte ihr Inhalt ihm dasselbe signalisieren, mit dem zusätzlichen Risiko, dass dein aktueller Job oder jegliche Referenzen, die du in Zukunft anfordern möchtest, gefährdet werden.

Apropos fragwürdige E-Mails: Als du sechzehn warst, mag es cool gewesen sein, eine gewagte oder lustige Furz-Witz-E-Mail-Adresse zu haben. Je nachdem, wer du jetzt bist, könnte das immer noch in Ordnung sein, aber halte dich von diesen Accounts meilenweit fern, wenn du dich für Jobs bewirbst oder Follow-Up-E-Mails verschickst. Der Personalchef deines Traumjobs möchte nicht von beachbabe23@gmx.com oder teufelskerl69@gmail.de hören.

Lass es.

Lass es einfach.

4. Vermeide Slang und Witze

Ein Interview bietet eine ganz andere Dynamik als eine einseitige E-Mail. In einem Interview kannst du den Raum lesen, ein Lächeln aufsetzen oder einen lustigen Witz erzählen, wenn der Moment es zulässt. Aber du kannst nicht sagen, in welcher Stimmung der Interviewer sein wird, wenn er deine E-Mail liest. Das Gleiche gilt für die Verwendung von Slang; du kannst nicht garantieren, wie er ankommt, selbst wenn er während des Interviews völlig angemessen war.

Gehe bei deiner E-Mail auf Nummer sicher und vermeide jede Art von Slang oder Witze, die nicht gut ankommen könnten. Du könntest sonst als respektlos, unprofessionell oder leichtfertig rüberkommen.

5. Vermeide Spam oder Bounce-Trigger

Wir haben bereits über die Verwendung eines fragwürdigen E-Mail-Kontos gesprochen, aber welche anderen Spam- oder Bounce-Auslöser kannst du vermeiden, wenn du deine Follow-up-E-Mails versendest?

Der beste Weg, um zu verhindern, dass deine Follow-up-E-Mails im Spam landen oder gebounct werden, ist, die gesamte Kommunikation von der Betreffzeile bis zur Signatur sauber und einfach zu halten. Das bedeutet, wenig oder keine Emojis und Sonderzeichen in der Betreffzeile, minimale oder keine Verwendung von Emojis im Text der E-Mail und keine großen Anhänge oder verrückte Links zu nutzen.

10 einfache Schritte zum Schreiben der perfekten Follow-Up-E-Mail nach einem Vorstellungsgespräch

 
  1. Halte sie kurz und simpel.
  2. Schreibe eine übersichtliche Betreffzeile.
  3. Gehe bei der Begrüßung eher förmlich vor.
  4. Drücke deinen Dank aus, ohne zu schwärmen.
  5. Zeige, dass du weiterhin Interesse an der Stelle hast.
  6. Hebe hervor, wieso du der beste Kandidat für dieser Rolle bist.
  7. Sei offen für weitere Fragen oder Bitten um mehr Informationen.
  8. Schließe mit einer förmlichen Begrüßung ab, die deine Kontaktinformationen enthält.
  9. Überprüfe Rechtschreibung und Grammatik.
  10. Prüfe noch einmal!

Übersetzt und ins Deutsche adaptiert von Anna

Hung Nguyen
Hung Nguyen
Content Marketing Manager