• Preise
Einloggen
  1. Home
  2. Blog
  3. Business
  4. Produktperspektiven und Innovation
220317 Leah Series

Produktperspektiven und Innovation

von Leah Tharin

Du kannst diesen Artikel auch auf Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch lesen.

Fokus auf Funktionen oder Lösungen? Welcher Ansatz hilft uns, besser zu innovieren?

In dieser Serie, Produkte und ihre Manager, möchte Leah Tharin, die bei Smallpdf die Position der Produktleiterin innehat, die Beziehung zwischen Produkt und Produktmanager veranschaulichen und das empfindliche Gleichgewicht aufzeigen, das gefunden werden muss, um Ergebnisse zu erzielen, die nicht nur wirkungsvoll, sondern auch langfristig effektiv und nachhaltig sind.

Im ersten Artikel dieser Reihe haben wir über zwei verschiedene Arten gesprochen, das Produkt zu verstehen: einfach als Objekt, das Vorteile bringt, oder als Lösung für ein mögliches Problem. Außerdem haben wir uns gefragt, wie die Art und Weise, wie wir ein Produkt definieren oder sehen, beeinflussen kann, wie wir daran arbeiten, es zu verbessern und so Innovationen zu schaffen.

Fokus auf Funktionen vs. Fokus auf Lösungen

 

Wir haben zwei verschiedene Arten vorgestellt, das Produkt zu verstehen: Zum einen wird ein Produkt durch seine Eigenschaften definiert, zum anderen durch die Lösungen, die es für bestimmte Probleme bietet.

Der Fokus auf Eigenschaften ist in der Regel vollständiger und eignet sich besser, wenn wir ein Produkt oder einen Gegenstand objektiver und realistischer beschreiben müssen; der Fokus auf Lösungen hingegen ist potenziell subjektiver und kann einige der Einsatzmöglichkeiten des Produkts übersehen.

Wenn du mit anderen über Produkte oder Gegenstände sprichst, neigen Menschen viel häufiger dazu, sich auf die Funktionen zu konzentrieren als auf die Lösung. Der Fokus auf Merkmale macht es zwar einfacher, Dinge zu beschreiben, aber er ist weniger nützlich, wenn du ein Produkt verbessern oder innovieren willst, denn er klärt nicht, warum du ein bestimmtes Produkt brauchst.

Nur wenn wir eine lösungsorientierte Sichtweise einnehmen, rückt das Problem, das das Produkt löst, in den Mittelpunkt, was die Grundlage für die Produktverbesserung ist.

Warum ist diese Unterscheidung wichtig für die Innovation?

 

Wenn wir über Innovation sprechen, meinen wir in der Regel, dass wir etwas Neues schaffen, etwas anbieten, das es noch nie zuvor gab, oder etwas, das viel besser ist als alles andere.

In seinem Buch „Zero to One“ argumentiert Peter Thiel, milliardenschwerer Unternehmer und Mitbegründer von PayPal, dass ein Produkt, das man zehnmal besser machen kann als zuvor, schon ausreicht, um den Markt zu erobern. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass „einen Markt erobern“ in diesem Zusammenhang einfach ein schöner Ausdruck für ein gutes Produkt und gute Vertriebskanäle ist, die die Menschen davon überzeugen, es zu nutzen.

Wie schaffen wir also innovative Produkte? Die einfache Antwort ist, dass es keine einfache Antwort gibt. Dennoch gibt es einen gewissen Konsens darüber, was es nicht ist: einfach immer mehr Funktionen hinzuzufügen oder bestehende zu verbessern.

Bestehende Funktionen zu entwickeln oder zu verbessern bedeutet, dass du dich auf das konzentrierst, was du bereits in deinem Produkt hast und nicht auf das Problem, das es löst. Wenn du weißt, dass dein Produkt z. B. ein Transportbedürfnis befriedigt, und nicht, welche Funktionen es bietet, behältst du die Perspektive und die Offenheit zu verstehen, dass ein Auto vielleicht nicht mehr die beste Lösung für das ursprüngliche Problem ist.

Ja, du könntest denken: „Elektroautos sind die Zukunft!" und du könntest sogar Recht haben, aber die Wahrheit sieht für jeden, der ein Auto hat (oder vielleicht auch nicht), anders aus:

  • „Umweltfreundliche Verkehrsmittel sind die Zukunft.“
  • „Stärkere Autos sind die Zukunft“
  • „Ich brauche die neueste Technologie, egal welches Auto es ist“

Auch wenn alle drei Aussagen auf Elektroautos zutreffen, sprechen sie unterschiedliche Bedürfnisse an. Wenn du also weißt, welche Probleme deine Kunden für sich selbst lösen wollen, bist du bereits besser darüber informiert, was du ihnen anbieten könntest. Außerdem kannst du besser einschätzen, inwieweit sich deine Produktentwicklung und Innovation lohnt - ein weitaus besserer Ansatz für Produktentwicklung und Innovation als ein Ratespiel.

Hat dir diese Serie bisher gefallen? Bleib dran für Leahs nächsten Teil über Produktmanager und wie sie den größten Einfluss auf ihr Unternehmen ausüben können.

Übersetzt und ins Deutsche adaptiert von Anna

Untitled design (10)
Leah Tharin
Produktleiterin @Smallpdf